Warum Hotels Adwords Kampagnen machen sollten

Die Zeiten, in denen Hotels mit guten Rankings viel traffic und Anfragen erzeugen konnten, sind vorbei. Heutzutage hat man mit #1 Rankings ein geringe Klickrate von 5-10%, damit wenig Zugriffe. SEO ist schwieriger geworden für Hotels.

Der Grund ist, dass vor den SEO Rankings 4 Adwords Anzeigen und der local pack erscheinen. Man muss scrollen, um auf das erste Ranking zu gelangen. Die meisten User machen das nicht.

Für Keywords mit hohem Suchvolumen erscheinen in den ersten Positionen Portale wie booking.com, Tripadvisor usw. Es ist unmöglich für ein einzelnes Hotel, mit diesen Firmen zu konkurrieren. Zum einen haben diese Portale viel mehr Links, damit eine hohe Authorität für google, zum anderen ist auch die Intention des Nutzers mehrere Hotels zu vergleichen, wenn er beispielsweise nach Hotel Innsbruck sucht.

Damit müssen Hotels für den Traffic zahlen, und Adwords Kampagnen machen, um relevante Klicks zu bekommen. Die Kombination aus richtigen Keywords und guter Landingpage funktioniert gut für Hotels.

Es macht auch Sinn auf dem Hotelnamen (Brand) zu bieten. Hier gibt es zwar keinen local pack, aber Anzeigen von booking.com usw. stehlen traffic, der auf die Hotelwebseite gehört.

Marketing und Moral

Wenn ich Menschen erzähle, was ich beruflich mache, kommt bei einigen ein spontanes Naserümpfen. Zurecht hat Marketing nicht den besten Ruf.

Wobei ich nichts mit den Firmen zu tun habe, die erwiesen gesundheitsschädliche Dinge die Tiefkühlkost geben, und dann auf die Packung schreiben es sei gesund. Ich schreibe auch keine erfundenen Geschichten in meine Adwords Anzeigen.

Dennoch ist Marketing der Inbegriff des Kapitalismus: Es geht nur ums Geld. Es geht um bessere Suchergebnisse, um mehr Käufe, und darum Begehrlichkeiten bei Kunden zu wecken. Ich sehe mich aber auf der guten Seite der Macht: In meiner Arbeit versuche ich hauptsächlich, dass die Leute bei meinen Kunden kaufen, und nicht bei der Konkurrenz.

Wenn jemand die Nase rümpft, sage ich Marketing macht einfach unglaublich Spaß.

Und am Ende machen NGOs auch nur Marketing. Die aufsehenerregenden Greenpeace Aktionen sind für eine gute Sache, aber wie viele Menschen würde spenden, wenn Greenpeace das nicht machen würde, und sie unter all den anderen NGOs untergehen würden.

Aber immer wo Geld im Spiel ist, gibt es Auswüchse. Nestle verkauft überflüssiges Milchpulver in Afrika? Die Waffenlobby in den USA verhindert erfolgreich sämtliche Einschränkungen des Waffenverbotes? In fast jeder Schokolade ist das gesundheitsschädliche Palmöl, für das Regenwälder abgeholzt werden?

Damit habe ich nichts zu tun.

Google und Privacy

Wie ich mit Privacy umgehe, warum es nicht egal ist und ich trotzdem vertraue.

Google weiß so gut wie alles über mich

Mein Smartphone hat ein Google Betriebssystem, es läuft mit einer Google Mailadresse und wenn ich verkühlt bin google ich Krankheiten. Jeder einzelne Zeitungsartikel, jede App und jeder Onlineshop, den ich benütze kann theoretisch nachverfolgt werden, von einer Firma. Und in ein paar Jahren, sobald ich ein selbstfahrendes Auto habe, weiß Google sogar wo und wie lange ich geparkt habe.

Google weiß mehr über mich als ich selbst, denn ich vergesse so einiges.

Warum mir das egal ist

Googles Geschäftsmodell basiert auf diesen Daten, sie werden diese nie weitergeben, denn dann ist der Vorsprung vorbei. Während das Geschäftsmodell vieler anderer, viel dubioserer Firmen auf den Verkauf solcher Daten beruht. Ich habe ein schlechteres Gefühl bei einer Bewerbung, als bei Google, denn dort verschicke ich meinen Lebenslauf an jemanden, den ich nicht kenne. Die Daten sind solange in guten Händen, solange sie nicht für negative Zwecke verwendet werden. Und bei Google sind die anonymisiert und werden von Google nicht weitergegeben. Die NSA ist eine andere Geschichte über die schon viel geschrieben worden ist. Vielleicht komme ich in einen anderen Post darauf zurück.

Warum die Privacy Debatte wichtig ist

Diese Daten müssen aber weiterhin geschützt sein. Nur eine öffentliche Debatte über die Verwendung dieser Daten kann die Politik dazu drängen, Gesetze zu erlassen. Nur eine öffentliche Debatte kann Bewusstsein bei der Bevölkerung schaffen, dass sie aufpassen muss. Nur eine öffentliche Debatte kann Konzerne dazu zwingen Daten besser zu schützen.

Warum trotzdem nichts passiert

Es ist einfach zu bequem bei Amazon einzukaufen, ein Smartphone zu haben oder einen Blog zu schreiben. Im Prinzip gebe ich dadurch unglaublich viel über mich preis, den meisten Menschen ist es das wert. Mir auch. Ohne Whatts Up und Facebook ist mein Sozialleben ärmer, ohne Apps und Computerspiele ist mein Leben langweiliger und ohne Google-Account kann ich nicht einmal arbeiten. Es geht nicht mehr anders in der heutigen Welt. Man kann es Gruppendruck nennen, Bequemlichkeit oder einfach nur modernes Leben.

Wie wird es sein?

Ich bin nicht Nostradamus, aber ich befürworte weder die Argumente der absoluten Gegner noch die der absoluten Fürsprecher.

Manche Diskussion erinnert mich an die Erfindung der Eisenbahn: Auch damals sahen Menschen schon den Weltuntergang kommen, als sie erfuhren, dass man in 4 Stunden von London nach Manchester fahren kann. Das Internet wird unsere Gesellschaft auf den Kopf stellen, und tut es bereits. Aber ob das in 10 Jahren alles so negativ sein wird?

Genauso halte ich die idealistisch-optimistischen Ideen mancher Befürworter für übertrieben, die glauben, dass das Leben von uns allen besser wird, wenn wir nur alle Internet haben und unser ganzer Körper vernetzt ist. Jeder Fortschritt beinhaltet auch Gefahren. Und ich bin gespannt, was die Zukunft bringt.

Warum Google die beste Suchmaschine ist, und was das für SEO bedeutet

Das Ziel von Google ist es, die besten Webseiten auf den ersten Positionen zu haben. Daran hängt Googles größte Einnahmequelle: Die Werbung.

Denn wenn die Menschen Google nicht mehr benützen, dann werden auch die Adwords Anzeigen nicht mehr viel Geld einbringen. Wenn Google nicht mehr benützt wird, wird die Werbung eben anderswo geschaltet.

Wer andere Suchmaschinen wie Bing, DuckDuckGo oder Ixquick ausprobiert hat, erkennt, dass Google besser ist.

Daten

Google investiert viel, um diesen Vorsprung zu halten. Google hat einen Gratis-Browser, Google hat ein Betriebssystem für Smartphones und Google sucht nach den besten Programmierern.

Dieser Vorsprung von Google basiert auf unglaublich vielen Daten. Über Chrome, Android und meine IP weiß Google einfach alles über mich. Auch Google+ ist eine perfekte Quelle für noch mehr Daten.

Diese Daten nutzt Google für seine Suchmaschine: Über Chrome kriegt der Konzern einen genauen Einblick in das Surfverhalten. Google misst ausserdem, auf welcher Seite eine Suche endet, und Google kann einschätzen wie lange User auf einer Seite bleiben.

Noch dazu personalisiert Google die Suchergebnisse. (Dies läuft auch über die IP): Wenn ich bei einer Frage immer das gleiche Forum aufsuche, wird es irgendwann meine SERPs dominieren, und auf den ersten Plätzen sein.

Warum das gut für SEO ist

Seo bestand lange Zeit darauf, Links aufzubauen und möglichst viele Keywords in die Texte zu schreiben.

Inzwischen weiß Google, dass User, die nach Grippesymptomen suchen, bestimmte Seiten bevorzugen: Google misst wie lange User auf einer Seite bleiben, ob die User danach eine andere Seite aufsuchen und untersucht weiterhin Texte, Headlines und Meta Tags.

Warum ich das gut finde

Als SEO finde ich dies super. Der stupide Aufbau von Links ist schwierigeren Aufgaben wie dem Content-Marketing gewichen. Linkaufbau ist immer noch relevant, jedoch ist es mittlerweile eine kleine Wissenschaft, zu Links zu kommen.

Die wenigsten Agenturen beherrschen diese Kunst. Immer noch werden Methoden von 2011 für viel Geld unwissenden Kunden verkauft.

Kunden sind leicht zu blenden, aber eine langfristige SEO-Strategie hat keine schnellen Resultate. Und Google macht diese Arbeit interessanter. Usability ist wichtig für SEO, Inhalte sind wichtig für SEO und white hat Links brauchen viel Fantasie.

Google ist schlauer geworden, und SEO komplexer. Für Resultate braucht es gute Arbeit, und das gefällt mir.